Östrogentherapie nicht vergessen
Wenderlein, J.M. · Deutsches Ärzteblatt · 2012 · Heft 42 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die Östrogentherapie spielt eine entscheidende Rolle im Umgang mit Osteoporose und deren Folgen, die jede dritte Frau betrifft. Jährlich erleiden über 100.000 Frauen Oberschenkelhalsfrakturen, wobei 10–20 % daran sterben. Trotz 55.000 Neuerkrankungen an Brustkrebs ist eine Heilung in 85 % der Fälle möglich, und das Risiko durch Hormonsubstitution ist minimal. Studien zeigen, dass Hormontherapie das Brustkrebsrisiko um 20 % senkt und das stationäre Behandlungsrisiko um 30 % verringert. Osteoporose verursacht jährlich 6 Milliarden Euro Kosten. Frauen mit einer frühen Menopause haben ein doppelt