Unkritische Bewertung
Lache, B. · Deutsches Ärzteblatt · 2012 · Heft 25 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Der Autor kritisiert die unkritische Bewertung fragwürdiger medikamentöser Therapieoptionen in einem Übersichtsartikel. Besonders bemängelt wird die Einstufung von Rifaximin mit Evidenzgrad A, obwohl die zugrundeliegende TARGET-Studie, die vom Hersteller finanziert wurde, nur eine marginale Verbesserung der Symptomatik (ca. 10 % mehr Patienten im Vergleich zu Placebo) zeigt. Diese Ergebnisse sind an der Grenze der klinischen Relevanz und rechtfertigen kaum den Einsatz eines teuren Medikaments (Kosten über 400 € pro Patient), insbesondere da die langfristigen Nebenwirkungen, wie die mögliche