Schlusswort
Schulte-Körne, G. · Deutsches Ärzteblatt · 2011 · Heft 15 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die Diagnostik der Lese-Rechtschreib-Störung (LRS) gemäß ICD-10 erfordert den Ausschluss von Hörstörungen, wobei unklar bleibt, welche spezifischen Störungen gemeint sind. Vermutlich beziehen sich die Kriterien auf periphere Hörstörungen. Trotz der hohen Häufigkeit der von Herrn Nickisch genannten Hörstörungen bleibt der Zusammenhang zwischen diesen und LRS unbewiesen. Hörstörungen können die schulische Leistungsentwicklung beeinflussen, jedoch ist dieser Einfluss als unspezifischer Risikofaktor für die Lernleistung zu betrachten. Eine klare Zuordnung oder Kausalität zwischen Hörstörungen und