Amiodaron und Schilddrüsendysfunktion
Kahaly, G.J.; Dietlein, M.; Gärtner, R.; Mann, K.; Dralle, H. · Deutsches Ärzteblatt · 2007 · Heft 51 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Amiodaron ist ein Antiarrhythmikum, das häufig zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen eingesetzt wird. Es hat jedoch signifikante Auswirkungen auf die Schilddrüse, da es reich an Jod ist und die Schilddrüsenfunktion sowohl stimulieren als auch hemmen kann. Bei Patienten kann es zu Hypothyreose oder Hyperthyreose kommen. Die Hypothyreose tritt meist aufgrund der Hemmung der Schilddrüsenhormonproduktion auf, während die Hyperthyreose durch die Freisetzung von Jod und die Überstimulation der Schilddrüse verursacht wird. Eine regelmäßige Überwachung der Schilddrüsenwerte ist daher wichtig, um