Medizingeschichte(n): Embryopathie – Contergan-Katastrophe
Schott, H. · Deutsches Ärzteblatt · 2006 · Heft 17 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Der Text behandelt die Medizingeschichte der Embryopathie im Kontext der Contergan-Katastrophe. Contergan, ein Beruhigungsmittel, wurde in den 1950er Jahren als sicher für Schwangere beworben, führte jedoch zu schweren Fehlbildungen bei Neugeborenen. Die unzureichende Forschung zu den Auswirkungen des Medikaments auf die embryonale Entwicklung wird kritisiert. Die Katastrophe führte zu einem Umdenken in der Arzneimittelzulassung und der Aufklärung über Risiken in der Schwangerschaft. Zudem wurden rechtliche und ethische Fragen aufgeworfen, die bis heute relevant sind. Die Folgen der