Medizingeschichte(n): Neonatologie – Credé’sche Prophylaxe
Schott, H. · Deutsches Ärzteblatt · 2006 · Heft 13 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die Credé’sche Prophylaxe ist eine präventive Maßnahme in der Neonatologie, die darauf abzielt, Neugeborene vor einer Augenentzündung, insbesondere der Gonokokkenkonjunktivitis, zu schützen. Diese Erkrankung kann durch die Übertragung von Bakterien während der Geburt entstehen. Die Prophylaxe umfasst die instillation von Silbernitratlösung oder Antibiotika in die Augen des Neugeborenen unmittelbar nach der Geburt. Diese Methode wurde im 19. Jahrhundert von dem deutschen Arzt Friedrich Albert Credé eingeführt und hat sich als effektiv erwiesen, um schwere Augeninfektionen zu verhindern. Die