Das Propofol-Infusionssyndrom: Klinik, Pathophysiologie und Therapie einer seltenen Komplikation
Wappler, F. · Deutsches Ärzteblatt · 2006 · Heft 11 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Das Propofol-Infusionssyndrom ist eine seltene, aber potenziell lebensbedrohliche Komplikation, die bei Patienten auftreten kann, die über längere Zeit mit Propofol behandelt werden. Klinisch äußert sich das Syndrom durch metabolische Azidose, Rhabdomyolyse, Herzrhythmusstörungen und Nierenversagen. Die Pathophysiologie ist noch nicht vollständig geklärt, es wird jedoch angenommen, dass eine Störung des Energiestoffwechsels in den Mitochondrien eine zentrale Rolle spielt. Die Therapie umfasst das sofortige Absetzen von Propofol, supportive Maßnahmen zur Stabilisierung der Organfunktionen