Medium-Chain-Acyl-CoA-Dehydrogenase-Mangel: eine klinisch bedeutsame Stoffwechselstörung
Knerr, I.; Nennstiel-Ratzel, U.; Röschinger, W.; Maier, E.M.; Baumkötter, J.; Kries, R.V. · Deutsches Ärzteblatt · 2005 · Heft 38 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Der Medium-Chain-Acyl-CoA-Dehydrogenase-Mangel (MCAD-Mangel) ist eine genetisch bedingte Stoffwechselstörung, die die Fettsäureoxidation beeinträchtigt. Betroffene können mittellange Fettsäuren nicht effizient abbauen, was zu einer Ansammlung toxischer Metaboliten führt. Klinische Symptome treten häufig in der frühen Kindheit auf und umfassen Hypoglykämie, Erbrechen und lethargisches Verhalten. Unbehandelt kann der MCAD-Mangel zu schwerwiegenden Komplikationen wie metabolischer Entgleisung und sogar zum Tod führen. Die Diagnose erfolgt durch Neugeborenenscreening und biochemische Analysen.