Medizingeschichte(n): Humoralpathologie
Schott, H. · Deutsches Ärzteblatt · 2005 · Heft 28 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die Humoralpathologie ist ein medizinisches Konzept, das auf der Annahme basiert, dass die Gesundheit des Menschen durch das Gleichgewicht von vier Körpersäften – Blut, Schleim, gelbe Galle und schwarze Galle – bestimmt wird. Diese Theorie prägte die Medizin über Jahrhunderte, beginnend in der Antike bis ins Mittelalter. Krankheiten wurden als Ungleichgewichte dieser Säfte verstanden, und die Behandlung zielte darauf ab, diese wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Die Humoralpathologie beeinflusste Diagnosen und therapeutische Ansätze, wie Aderlass und Diätetik. Mit dem Aufkommen moderner