Frühe Embryonalentwicklung – komplexer als vermutet
Propping, P. · Deutsches Ärzteblatt · 2003 · Heft 36 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die Theorie der Vererbung, die seit über 100 Jahren besteht, beschreibt die genetische Information beim Menschen als doppelt vorhanden auf homologen Chromosomen. In den Keimzellen wird dieser diploide Zustand in eine haploide Form reduziert, und die Verschmelzung von Ei- und Samenzelle führt zur diploiden Zygote. Traditionell galt, dass die Chromosomen väterlicher und mütterlicher Herkunft, abgesehen von den Geschlechtschromosomen, funktionell gleichwertig sind und die Gene gleich exprimiert werden. Diese Annahme wird jedoch zunehmend in Frage gestellt, was auf eine komplexere