Bei M. Menière auch psychogene Schwindelanteile beachten
HS · Deutsches Ärzteblatt · 2000 · Heft 3 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die Menièresche Krankheit ist eine Innenohrerkrankung, die durch wiederkehrende Drehschwindelanfälle, Schwerhörigkeit und Tinnitus gekennzeichnet ist. Bei häufigen Attacken können zusätzliche psychogene Schwindelanteile auftreten, die nicht allein durch organische Ursachen erklärbar sind. Diese psychogenen Zustände entstehen oft durch klassische Konditionierung und werden durch Reizgeneralisierung sowie operante Konditionierung verstärkt. Eine Studie mit 96 psychosomatisch behandelten Menière-Patienten zeigte, dass 59 Prozent unter psychogenen Schwindelanteilen litten, die das Krankheitsbild