Kaiserschnitt bei HIV-1-Infektion
silk · Deutsches Ärzteblatt · 1999 · Heft 45 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Ein Kaiserschnitt reduziert signifikant das Risiko der HIV-1-Übertragung auf Neugeborene. In einer europäischen Studie wurden 370 Kinder von HIV-positiven Müttern im Alter von 18 Monaten untersucht. Bei der Hälfte der Mütter war eine geplante Schnittentbindung in der 38. Schwangerschaftswoche vorgesehen, während die andere Hälfte vaginal entbinden sollte. Letztlich wurden 203 Babys per Kaiserschnitt und 167 vaginal geboren, alle erhielten keine Stillnahrung. In der Kaiserschnitt-Gruppe waren sieben Kinder (3,4 Prozent) HIV-positiv, während in der vaginalen Geburtsgruppe 15 Kinder (10,2