Infektionen mit Hepatitis-C-Virus durch Quarantäne-Plasma
Humpe, A.; Heermann, K.; Köhler, M. · Deutsches Ärzteblatt · 1999 · Heft 43 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Im Jahr 1994 wurde Quarantäne-Plasma (Q-Plasma) eingeführt, um das Risiko von HIV- und HCV-Infektionen zu minimieren. Trotz der Einführung von virusinaktiviertem Plasma gilt Q-Plasma weiterhin als "goldener Standard". Im Jahr 1998 wurde ein Fall von Posttransfusions-Hepatitis C dokumentiert, bei dem ein Patient Q-Plasma eines HCV-infizierten Spenders erhielt. Insgesamt wurden 27 Plasmen dieses Spenders transfundiert, was zu acht HCV-Infektionen bei weiteren Patienten führte, von denen drei bereits verstorben waren. Die Infektionen traten auf, weil der verwendete Anti-HCV-Test die Infektion