Herzund Skelettmuskelveränderungen bei HIV
rei · Deutsches Ärzteblatt · 1999 · Heft 12 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
HIV-Infizierte berichten häufig von Myalgien, die durch die Therapie mit 3´-Azido-3´-deoxythymidine (AZT) verstärkt werden können. Hohe Dosen von AZT führen nach etwa zwölf Monaten zu einer reversiblen, toxischen, mitochondrialen Myopathie der Herz- und Skelettmuskulatur, die unabhängig vom Krankheitsstadium oder der CD4+-Zahl auftritt. Eine Verbesserung der Symptome erfolgt typischerweise nach Absetzen des Medikaments. Zudem ist die Polymyositis eine häufige Myopathie bei HIV-Patienten. Die distale symmetrische Polyneuropathie ist die häufigste periphere Neuropathie in diesem Kontext.