Neue Möglichkeiten in der Diagnose der hereditären Hämochromatose
Nielsen, P.; Fischer, R.; Engelhardt, R.; Dresow, B.; Gabbe, E.E. · Deutsches Ärzteblatt · 1998 · Heft 46 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die Entdeckung des Gendefekts für die hereditäre Hämochromatose (HH) auf Chromosom 6 ermöglicht eine präzisere Gendiagnostik. Viele Patienten mit HH zeigen die Punktmutation C282Y im HFE-Gen in homozygoter Form, was die Identifizierung von phänotypisch nicht eisenüberladenen Personen erlaubt. Trotz dieser Fortschritte bleibt der Nachweis einer relevanten Lebersiderose im Verhältnis zum Lebensalter die Standarddiagnose. Erste Erfahrungen aus Norddeutschland zeigen die klinische Validierung einer nichtinvasiven Methode zur Bestimmung von Leber-Eisen bei Verdacht auf primäre Eisenüberladung.