Verlängertes QT-Intervall als mögliche Ursache des plötzlichen Kindstods
acc · Deutsches Ärzteblatt · 1998 · Heft 45 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
In einer Untersuchung zur möglichen Ursache des plötzlichen Kindstods (SIDS) wurde ein verlängertes QT-Intervall als Entwicklungsanomalie des sympathischen Nervensystems des Herzens identifiziert. Diese Anomalie könnte zu gefährlichen ventrikulären Arrhythmien führen. In einer prospektiven Studie mit 34.442 Neugeborenen wurde die QT-Zeit mittels EKG erfasst und mit dem Verlauf im ersten Lebensjahr verglichen. Von 34 Todesfällen im Beobachtungszeitraum wurden 24 als SIDS klassifiziert. Bei den betroffenen Kindern wurde ein signifikant verlängertes korrigiertes QT-Intervall (QTc) von 435 ± 45