Orale Tollwutimpfstoffe: Vorgehen nach akzidentieller Exposition mit einem Impfstoffköder
Roß, R.-S.; Roggendorf, M. · Hebammen Wissen · 1997 · Heft 11 · S. 422 bis 424
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Attenuierte Tollwutvirusstämme, die in Deutschland zur oralen Immunisierung von Füchsen verwandt werden, besitzen für unterschiedliche Nagerspezies eine nicht zu vernachlässigende Restpathogenität. Wenngleich sie in Serienpassagen keine Tendenz zur Virulenzreversion zeigen und für Primaten nach bislang vorliegenden Untersuchungen ungefährlich erscheinen, ist das Restrisiko für den Menschen nach Kontakt mit der Impfstoffflüssigkeit eines beschädigten Köders zur oralen Tollwut-Immunisierung nicht exakt abschätzbar. Daher muß in solchen Fällen neben einer lokalen Behandlung zur Virusinaktivierung in Abhängigkeit vo…