Sudeck-Syndrom: Hatte Sudeck doch recht?
acc · Deutsches Ärzteblatt · 1998 · Heft 6 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Das Sudeck-Syndrom, erstmals 1864 beschrieben, tritt häufig nach Extremitätentrauma auf und äußert sich durch diffuse Schmerzen, Ödeme, Verfärbungen, Hyperhidrose und Versteifung. Verschiedene Autoren führten die Symptome auf eine Funktionsstörung des peripheren und/oder autonomen Nervensystems zurück, die zu adrenerg vermittelter Vasokonstriktion und Ischämie führt. Sudeck selbst stellte 1942 eine Ähnlichkeit mit überschießenden Entzündungsreaktionen fest und vermutete einen Gewebemediator in zu hohen Konzentrationen als Ursache. In den folgenden Jahren wurden zahlreiche Hypothesen zur