Die akute intermittierende Porphyrie
Petrides, P.E. · Deutsches Ärzteblatt · 1997 · Heft 50 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die akute intermittierende Porphyrie (AIP) ist die häufigste Form der akuten Porphyrie. Bei betroffenen Patienten und asymptomatischen Genträgern ist die Aktivität des Enzyms Porphobilinogen-Desaminase (PBG-D) um 50 Prozent reduziert, was die Porphyrinsynthese beeinträchtigt. Akute Anfälle treten auf, wenn die Hämsynthese durch Faktoren wie Medikamente, Alkohol oder Infektionen angeregt wird. Aufgrund der reduzierten Enzymaktivität kann PBG-D die Vorstufen nicht ausreichend verarbeiten, was zu einem Anstieg von Porphyrinvorstufen führt und die charakteristischen Symptome der AIP hervorruft.