Protonenpumpenhemmer bei kongenitaler Chloridorrhoe
w · Deutsches Ärzteblatt · 1997 · Heft 26 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Protonenpumpenhemmer (PPI) wurden erstmals zur Behandlung eines 34-jährigen Patienten mit kongenitaler Chloridorrhoe eingesetzt, einer Erkrankung, die 1945 von Gamble und Darrow beschrieben wurde. Diese Erkrankung führt zu schwerer Diarrhö aufgrund einer Chloridmalabsorption und ist autosomal rezessiv vererbt. Die Patienten leiden unter erheblichem Flüssigkeitsund Elektrolytverlust sowie Folgeerkrankungen wie Hyperreninämie und Hyperaldosteronismus. Bisher bestand die Therapie hauptsächlich in der oralen Substitution von Natriumund Kaliumchlorid. Der Patient hatte täglich sechs bis zwölf