Dilemma bei HIV-Studien in Entwicklungsländern
ME · Deutsches Ärzteblatt · 1997 · Heft 15 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die steigende Zahl von HIV-Infektionen durch heterosexuellen Kontakt in Entwicklungsländern, insbesondere in Südafrika, schafft günstige Bedingungen für Studien zu neuen Anti-HIV-Medikamenten. Der Anstieg der Infektionen bei schwangeren Frauen von 1,35 Prozent im Jahr 1991 auf 7,57 Prozent im Jahr 1994 verdeutlicht die Dringlichkeit. Multinationale Pharmaunternehmen nutzen diese Situation, was zu einem Interessenkonflikt zwischen ihnen und Ethik-Kommissionen führt. Ein zentrales Problem ist der Geldmangel im öffentlichen Gesundheitswesen, der die Finanzierung erfolgreicher Medikamente nach