Klinik und Genetik der Friedreich-Ataxie
Zühlke, C.; Otto, M.; Wessel, K.; Schwinger, E. · Deutsches Ärzteblatt · 1996 · Heft 47 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die Friedreich-Ataxie (FRDA) ist die häufigste erbliche Ataxie und wurde 1863 von Nikolaus Friedreich beschrieben. Ihre Inzidenz in der europäischen Bevölkerung liegt bei etwa 1:50.000. Erste Symptome, wie Verlust der Muskeleigenreflexe und Gangataxie, treten zwischen dem 8. und 16. Lebensjahr auf. FRDA wird autosomal rezessiv vererbt, wobei gesunde Eltern das mutierte Gen heterozygot tragen. Die Häufigkeit dieser Anlageträger beträgt etwa 1 %. Bei heterozygoten Eltern liegt das Risiko für ein betroffenes Kind bei 25 %. Betroffene sind homozygot für den Gendefekt, wobei verschiedene