Freiwilligkeit und Zwang in der psychiatrischen Behandlung
Ernst, K. · Deutsches Ärzteblatt, Köln · 1998 · Heft 11 · S. 2110 bis 2113
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Schwere, rezidivierende psychische Krankheiten zerstören auf die Dauer das soziale Netz, auf welches die erkrankte Person angewiesen ist. Die Fähigkeit des Kranken, mit einer ambulanten, psychiatrischen Behandlung zusammenzuarbeiten, nimmt jedoch mit steigender Krankheitsschwere tendentiell ab. Dadurch kommt es zu Notzuständen, welche zur Zwangseinweisung führen. Wie der Schweizer Autor darstellt, deckt sich der formalrechtliche Zwang aber nicht immer mit der subjektiven Einstellung: Manche formal Zwangseingewiesene akzeptieren die Klinik, und manche formal freiwillig Eingetretene fühlen sich zu Unrecht hier. De…