Gefahrgutunfall mit Epichlorhydrin
Tödt, H.; Hoopmann, M. · Das Gesundheitswesen · 2005 · Heft 3 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Am 9. 9. 2002 stießen nahe des Bahnhofs Bad Münder zwei Güterzüge zusammen, wobei 45t Epichlorhydrin (ECH) durch Brand, Explosion, Versprühen und Auslaufen austraten. Erst nach 68 Minuten wurde freigesetzter Gefahrstoff bekannt. Messungen in der Unfallnacht mit Draeger-Röhrchen ergaben Chlorund HCL-Konzentrationen im MAK-Wert-Bereich. Verwertbare Messwerte auf ECH wurden nicht ermittelt. Eine Expositionsabschätzung für die Bevölkerung war nicht möglich, da das Verteilungsmuster des ECH und seiner Zerfallsprodukte in Wasser, Boden, Luft nicht bekannt war. 48 Stunden nach dem Unfallereignis wurden Beschwerden aus…