Anosognosie
Brühl, S. · Sprache · Stimme · Gehör · 2025 · Heft 3 · S. 98 bis 99
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Der Terminus A-noso-gnosie stammt aus dem Griechischen und bedeutet das Nichterkennen von Krankheit. Nach Klaus Poeck [1] bezieht sich der Begriff im engeren Sinne auf das Nichterkennen von Funktionsstörungen der Bewegung (z. B. Halbseitenlähmung), des Sehens (Blindheit), des Hörens (Taubheit) und auch der Sprache (Aphasie) nach Hirnschädigung. Eine Anosognosie (im Weiteren ANG genannt) für die Halbseitenlähmung kommt am häufigsten vor, es ist allerdings auch das häufigste neurologische Symptom (vgl. Beispielbox). Die Anosognosie ist ein noch wenig verstandenes Störungsbild, das durch eine fehlende/ mangelnde Kr…