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Biotininterferenz bei Schilddrüsendiagnostik

Rußwurm, M.; Wild, J.; Göbel, J. · Deutsches Ärzteblatt · 2025 · Heft 20 · S. 1 bis 1

Dokument
567849
CareLit-ID
Jahr
2025
Publikation
PDF
nein
Metadaten
DOI
ja
zitierfähig

Bibliografische Angaben

Zeitschrift
Deutsches Ärzteblatt
Autor:innen
Rußwurm, M.; Wild, J.; Göbel, J.
Ausgabe
Heft 20 / 2025
Jahrgang 57
Seiten
1 bis 1
Erschienen: 2025-10-03 00:00:00
ISSN
0172-2107

Zusammenfassung

Eine 40-jährige Patientin mit einer dialysepflichtigen Nierenkrankheit zeigte nach einer subakuten Thyreoiditis (de Quervain) auffällige Schilddrüsenwerte: leicht erhöhtes TSH (5,8 mIU/L) und stark erhöhtes fT4 (61 pmol/L) sowie fT3 (12 pmol/L). Trotz dieser Werte war die Patientin klinisch euthyreot, was die weitere Diagnostik erschwerte. Die Ursache für die abnormalen Laborwerte war die selbstverordnete Einnahme von hochdosiertem Biotin (10 mg täglich) zur Behandlung von Haarausfall nach der hypothyreoten Phase der Thyreoiditis. Biotin kann Biotin-Streptavidin-basierte Immunoassays stören und zu falsch erhöhte…

Schlagworte

Biotin Schilddrüsendiagnostik Thyreoiditis TSH fT4 fT3 Immunoassays Laborwerte Haarausfall dialysebedürftige Nierenkrankheit Thyroiditis Thyroid Hormones Immunoassay Kidney Failure Chronic Hair Loss