Nierenblutung bei schwerer Hämophilie A
Olivieri, M.; Lieftüchter, V.; Paolini, M. · Deutsches Ärzteblatt · 2025 · Heft 26 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Ein 7-jähriger Junge mit schwerer Hämophilie A und Hemmkörpern stellte sich mit isolierter Makrohämaturie in der Notaufnahme vor. Die Sonografie der linken Niere zeigte ein gestörtes Parenchym mit diffusen Einblutungen und echoreicher Clot-Bildung im Nierenbeckenkelchsystem. Zudem war ein echoreicher Parenchymkeil sichtbar, der auf eine mögliche Infarzierung hinwies. Aufgrund der Hämophilie erhielt der Junge intravenös rekombinanten aktivierten Faktor VII. Bereits nach 12 Stunden war die Hämaturie nicht mehr nachweisbar, und der Patient konnte zwei Tage später entlassen werden. Hämaturie ist bei Jugendlichen und…