Das Nüchternheitsgebot im Wandel der Zeit
Rüggeberg, A.; Meybohm, P.; Nickel, E. · AINS - Anästhesiologie · Intensivmedizin · Notfallmedizin · Schmerztherapie · 2025 · Heft 11/12 · S. 607 bis 622
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Schon zu Beginn der Anästhesie 1846 wurde darauf hingewiesen, dass ein mehrstündiges präoperatives Nüchternheitsgebot bestehende Erschöpfungszustände verschlimmert. Dennoch hat sich in den folgenden Jahrzehnten „Nihil per os nach Mitternacht“ etabliert. Unter der Annahme, dass ein nüchterner Patient einen leeren Magen hat und somit nicht aspirieren kann, lag der Fokus auf: Hauptsache nüchtern, egal wie lange. Heute sieht man das differenzierter. When anaesthesia was in its infancy, the purpose of preoperative fasting was to prevent nausea and vomiting. In these early days of anaesthesia, liquid fasting periods w…