Zwangssterilisationen in Thüringen und Württemberg 1933–1945
Kinas, S. · Das Gesundheitswesen · 2019 · Heft 2 · S. 126 bis 131
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Bei der Durchführung des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses vom 14 Juli 1933 (GzVeN) kam den an den Staatlichen Gesundheitsämtern tätigen Amtsärzten eine Schlüsselfunktion zu. Sie verfassten einen Großteil der Sterilisationsanzeigen, stellten die überwiegende Mehrheit der Sterilisationsanträge und wirkten als Gutachter oder Richter an den Entscheidungen der Erbgesundheitsgerichte mit. Der Beitrag präsentiert genaue Zahlen zu den Folgen der Sterilisationspolitik in Thüringen und Württemberg und benennt die Ursachen für die erheblichen Unterschiede, die bei der Durchführung des GzVeN in diesen Ländern a…