Die aktive Sterbehilfe in der Diskussion
Groe, C. · führen und wirtschaften im Krankenhaus, Melsungen · 2004 · Heft 11 · S. 633 bis 635
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts gehörte auf dem Land das Totenhemd zur Aussteuer der Braut, denn der Tod war die andere Seite des Lebens. Dann aber hat der moderne Mensch begonnen, das Sterben aus seinem Bewusstsein zu tilgen. Heute spielt sich das öffentliche Leben ab, als werde nicht mehr gestorben. Zu leiden gilt als unerwünscht. Weil immer weniger Menschen Leid ertragen wollen und sich zugleich die Bindung an religiöse Wertsysteme gelockert hat, keimt der Wunsch, dem Leben gezielt ein Ende zu setzen. Der Ruf nach Sterbehilfe und Euthanasie wird wieder häufiger erhoben.