Das Bewusstsein - Formen, Modelle, Beschreibungsmöglichkeiten
Markowitsch, H.-J. · Anästhesiologie und Intensivmedizin, Erlangen · 2004 · Heft 11 · S. 627 bis 633
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Bewusstsein kann als kontinuierliches Prozessgeschehen definiert werden, das von Wachheit (als Fehlen von Schlaf oder Koma) bis zu komplex-integrativen Attributen von Autonoesis (als dem auf die eigene Person bezogenen Reflektieren, das auch mit emotionalen Bewertungen verbunden ist) reicht. Wir konstruieren unsere Außenwelt, weswegen es auch im übertragenen Sinne keine l: l-Repräsentation physikalischer Außendimensionen auf die Hirnebene gibt. Stattdessen müssen wir mit Wahr-nehmungsund Erinnerungstäuschungen bis hin zum sog. False-memory-Syndrom leben. Die möglichen Facetten von Bewusstsein werden skizzenhaft…