Frühzeitige psychologische Interventionen nach Traumatisierung
Michael, T.; Lajtman, M.; Margraf, J. · Deutsches Ärzteblatt, Köln · 2005 · Heft 8 · S. 1790 bis 1793
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Traumata, etwa schwere Unfälle, Vergewaltigungen oder Kriegshandfungen, rufen bei den meisten Menschen Symptome wie ein ungewolltes Wiedererleben, Albträume, die Vermeidung von traumarelevanten Stimuli und Schreckhaftigkeit hervor. Diese Anzeichen remittieren bei den meisten Betroffenen spontan. Bei 15 bis 24 Prozent bleibt die Symptomatik bestehen, und es entwickelt sich eine chronische posttraumatische Belastungsstörung (PTB). Das bekannteste psychologische Konzept zur frühzeitigen Reduktion von traumabedingten Belastungen ist das Debrie-fing. Das ist eine standardisierte Kurzintervention von einer Sitzung, di…