Imperfekte Autonomie und die Grenzen des Instruments Patientenverfügung
SAHM, S. · Zeitschrift für medizinische Ethik, Ostfildern · 2005 · Heft 7 · S. 265 bis 275
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die Verbindlichkeit von Patientenverfügungen soll auf dem Wege der Gesetzgebung gestärkt werden. Als Begründung dafür wird angeführt, nur auf diesem Wege sei die Autonomie der Patienten am Lebensende zu sichern. Gegen diese weit verbreitete Anschauung bestehen gravierende Einwände. Sie betreffen das zugrunde liegende Verständnis von Autonomie und die Grenzen der Fähigkeit zur antizipierenden Entscheidung über Leben und Tod. Letztere sind eng verknüpft mit empirisch nachweisbaren Barrieren, die einer Verbreitung von Patientenverfügungen hinderlich sind. Autonomie am Lebensende erweist sich theoretisch und empiris…