Unfallmäßige Selbstbeschädigung oder Obliegenheitsverletzung -Versicherungsbetrug als Hasard?
Hildebrand, E.; Hitzer, K.; Püschel, K. · Versicherungsmedizin, Karlsruhe · 2006 · Heft 3 · S. 29 bis 33
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Dargestellt wird der Fall einer subtotalen Fingeramputation (linker Zeigefinger) bei einem 50-jährigen Chirurgen, der Kaminholz mittels einer elektrischen Tischkreissäge zu rechtsägte. Der Arzt verfügte über zwei relativ hohe Invaliditätsversicherungen. Der Fall wurde von zahlreichen Gutachten durch sämtliche Gerichtsinstanzen begleitet; in einem Revisionsurteil des Bundesgerichtshofs (BGH) wurde schließlich festgestellt, dass eine gravierende leistungsbefreiende Obliegenheitsverletzung durch den Chirurgen vorlag, der im Rahmen seiner Schadenmeldung eine entscheidend andere Sachverhaltsschilderung abgab, als spä…