Fiskalische Effekte alternativer Reformmodelle der Finanzierung des Krankenversicherungsschutzes in Deutschland
Grabka, M.-M. · Recht und Politik im Gesundheitswesen, Frankfurt · 2006 · Heft 4 · S. 31 bis 40
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) gilt seit Beginn der 80er Jahre als gesundheitspolitische Dauerbaustelle. Trotz mehr als 200 eingeführter Einzelgesetze zur Kostendämpfung ist der durchschnittliche allgemeine Beitragssatz in der GKV in den Jahren von 1970 bis 2004 um mehr als sechs Prozentpunkte auf 14,3 % angestiegen.1 Betrachtet man die künftig zu erwartende finanzielle Entwicklung der GKV, so weisen Projektionen des durchschnittlichen Beitragssatzes bis zum Jahre 2040 (Cassel 2001), unter der Annahme weiter steigender Ausgabenprofile, auf einen weiteren dramatischen Anstieg hin (Breyer und Ullrich 20…