Vorfahrt für Gutmenschen? - Die offene Methode der Koordinierung (OMK)
MEUSCH, A. · Recht und Politik im Gesundheitswesen, Frankfurt · 2006 · Heft 1 · S. 75 bis 81
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die offene Methode der Koordinierung (OMK) ist ein Politikansatz der EU, bei dem sich die Mitgliedsstaaten auf die Erreichung bestimmter Ziele verständigen und diese durch nationale Aktionspläne und Berichte umsetzen. Durch wechselseitige Begutachtungen (peer reviews) sollen Lernprozesse angestoßen werden. Durch naming and shaming sollen insbesondere die Staaten zu zusätzlichen Aktivitäten motiviert werden, die die gemeinsamen Ziele besonders weit verfehlen. Auf formale Rechtsakte wie Verträge und Richtlinien sowie auf Sanktionen wird bewusst verzichtet.