Latex-Test zum Nachweis des hepatitis-assoziierten Antigens
K. F. Manthey, F. H. Kreutz · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1973 · Heft 44 · S. 2070-2075
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Bei der Untersuchung von Patientenseren auf hepatitis-assoziiertes Antigen (HAA) findet man im Vergleich zur Gegenstrom-Elektrophorese eine erhebliche Zahl unspezifischer Latex-Reaktionen. Als Ursachen falsch-positiver Resultate (17,7%) sind Rheumafaktoren, Fibrin-Spaltprodukte und Faktoren aus dem IgM-Bereich zu nennen, nicht aber Clq, Medikamente oder besondere Erkrankungen. Falsch-negative Ergebnisse (0,3%) treten bei Patienten nicht häufiger als bei gesunden Blutspendern auf. Sie sind zu tolerieren, da die Latex-Agglutination etwa 17% mehr echt HAA-positive Seren erfaßt als die Elektrophorese.