Zur Beurteilung zentralnervöser „Impfschäden” nach Poliomyelitis-Schutzimpfung mit inaktivierter Vakzine (Salk)1
R. Siegert, G. Enders-Ruckle · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1961 · Heft 05 · S. 193-199
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung 8 zentralnervöse fragliche „Impfschäden” waren im Anschluß an eine Schutzimpfung mit inaktivierter Poliomyelitis-Vakzine (nach Salk) aufgetreten. In 5 Fällen konnte eine Impfpoliomyelitis ausgeschlossen und die Erkrankungsursache auf zufällig erworbene Infektionen zurückgeführt werden (ECHO-Typ 5, Coxsackie-Typ B 4, Poliomyelitis-Typ II, Staphylokokkensepsis und wahrscheinlich Mischinfektion Influenza A2 und Herpes simplex). Bei weiteren 2 Zwischenfällen handelte es sich um Poliomyelitiserkrankungen, bei denen der Verdacht einer Impfpoliomyelitis auf Grund zahlreicher Faktoren zwar unwahrscheinli…