Injektionsschäden des Nervus ischiadicus
E. Bay · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1961 · Heft 12 · S. 505-508
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Eine Ischiadikusschädigung nach intra-glutäaler Injektion entsteht weitgehend unabhängig von dem verwandten Medikament durch Injektion in den Nerven selbst oder in seine unmittelbare Umgebung, meist infolge medialer Einstichrichtung vom äußeren oberen Quadranten der Gesäßmuskulatur aus. Sie ist in den meisten Fällen mehr oder weniger weitgehend reversibel; aber infolge der ungünstigen psychologischen Situation („Verschulden” des Arztes, Entschädigungsansprüche) erfährt der organische Schaden häufig eine psychogene Ausgestaltung und Fixierung, bei der Schmerzen eine wesentliche Rolle spielen. Die…