Nephritis, Schwangerschaftstoxikose und Kollidonbelastung1
L. Herold · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1956 · Heft 12 · S. 402-405
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Nach der i.v. Injektion von 800 mg Kollidon, das ein mittleres Molekulargewicht von 30 000 hat, also in dieser Hinsicht den Plasmaproteinen nahesteht, wird die Ausscheidung dieses Polyvinylpyrrolidons im Harn geprüft. Bei gesunden, nicht graviden Frauen werden innerhalb von 6 Stunden mindestens 50% der intravenös zugeführten Menge ausgeschieden. Eine nennenswerte Speicherung des Kollidons findet nicht statt, wenn die zugeführte Menge begrenzt und das Molekulargewicht nicht zu hoch ist. Bei einer chronischen Nephritis ist die Ausscheidung verringert und zugleich verzögert. In der normalen Schwange…