Intraossäre Geschoßwanderung
H. G. Drewes · RöFo - Fortschritte auf dem Gebiet der Röntgenstrahlen und der bildgebenden Verfahren · 1952 · Heft 11 · S. 451-455
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Im Verlaufe von fast 37 Jahren hat ein Infantrie-Geschoß die distale Dia-, Meta- und Epiphyse des Femur durchwandert und befindet sich jetzt als freier Körper im hinteren Kniegelenksrezessus. Die Bewegung des Fremdkörpers kommt intraossär nach Einsetzen osteolytischer Vorgänge zustande, die vor allem durch das Eigengewicht des Geschosses hervorgerufen werden (Druckosteolyse). Im Gegensatz zu ähnlichen Vorgängen in anderen Körpergeweben steht hier eine spezifische Zelltätigkeit mit Störung des Osteoblasten-Osteoklastengleichgewichts im Vordergrund.