AT-III-Mangel als Cofaktor beim Schlaganfall junger Erwachsener
S. Böhm, P. Brunotte, A. Link · Aktuelle Neurologie · 1995 · Heft 05 · S. 203-205
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Wir berichten über eine 32jährige Patientin, bei der es durch den Verschluß eines Hauptastes der A. cerebri media rechts zu einer zerebralen Ischämie kam. Im folgenden konnte ein AT-III-Mangel, Typ I, festgestellt werden. Daneben bestanden als Risikofaktoren ein Nikotinabusus und die Einnahme von Ovulationshemmern. Eine solche Kombination kann einen Verschluß eines hirnzuführenden oder hirnversorgenden Gefäßes verursachen. Gerade bei jungen Menschen sollte daher nach einem AT-III-Mangel gesucht werden, da dieser bei venösen wie auch bei arteriellen Thrombosen eine Rolle spielen kann.