Artifizielle Ekchymosen als Ausdruck einer familiären Krise
Silvia Vieker, Barbara Hilger-Wittkowsky, Andreas Krüger, Ingrid Moll, Ines Vieluf, Burkhard Püst · Klinische Pädiatrie · 1999 · Heft 01 · S. 44-46
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Eine artifizielle Krankheit ist eine willentlich herbeigeführte, heimliche Selbstverletzung auf dem Boden einer psychischen Problematik. Wir berichten über ein neunjähriges Mädchen mit diagnostisch zunächst unklaren symmetrisch angeordneten Ekchymosen. Laborchemisch waren organische Ursachen (Infektionen, Hämostasedefekte) weitgehend ausgeschlossen worden. Familienanamnese, psychologische Exploration und szenisch-bildliche Testverfahren führten zu dem dringenden Verdacht, daß das Kind Ängste vor einer elterlichen Trennung hat und seinem Identifikationskonflikt nur durch autoaggressive Handlungen…