Fetale Syphilis mit intrauterinem Fruchttod ohne Aktivitätszeichen der Lues in der mütterlichen Routineserologie
A. Clad, M. Kleinschmidt, S. Batsford, T. Höhn, J. Schurig, E. E. Petersen · Geburtshilfe und Frauenheilkunde · 1997 · Heft 12 · S. 695-698
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Bei einer 18jährigen Erstgravida kam es in der 30. Schwangerschaftswoche zum intrauterinen Fruchttod bei fetaler Syphilis. In der 22. Schwangerschaftswoche fielen erstmals Lues-spezifische Antikörper im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge auf bei negativem IgM und Cardiolipin-Flok-kungstest. Es bestanden keine klinischen Zeichen einer aktiven Lues. Die Patientin wurde nicht mit Penicillin behandelt. Bei der Obduktion des mazerierten Feten waren Spirochäten in multiplen inneren Organen nachweisbar. Dies spricht für eine massive fetale Infektion wie bei sekundärer mütterlicher Lues. Eine begleitend…