Zwölf Patientinnen mit erweiterter Selbsttötung - Psychologie, Persönlichkeit, Motivation, Vorgeschichte und psychosoziale Konfliktsituation
Y. Okumura, A. Kraus · Fortschritte der Neurologie · Psychiatrie · 1996 · Heft 05 · S. 184-191
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Zwölf unausgelesene weibliche forensische Begutachtungsprobandinnen einer, mit einer Ausnahme, mißglückten erweiterten Selbsttötung (vier Schizophrene, vier endogen Depressive, eine psychogene Reaktion, drei Persönlichkeitsstörungen) wurden untersucht. Mit Ausnahme einer Probandin töteten alle schizophrenen Probandinnen ihre Opfer unter dem Einfluß von Halluzinationen bzw. von Wahn. Bei zwei der melancholischen Probandinnen, die alle Persönlichkeitszüge i.S. des Typus melancholicus aufwiesen, fand sich ein Motiv der Verpflichtung zur Fremdtötung, das als hypernomisches Motiv gekennzeichnet wird.…