Die radikulären und pseudoradikulären Syndrome der Spondylitis infectiosa und ihre differentialdiagnostische Bedeutung
M. Weber, H. U. Ernst · Zeitschrift für Orthopädie und Unfallchirurgie · 1988 · Heft 05 · S. 563-569
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Die Spondylitis infectiosa ist mittlerweile die häufigste hämatogene Osteomyelitis. Sie verursacht bei 37 % der nachkontrollierten Patienten Wurzelreizerscheinungen ohne periphere Lähmungen sowie radikuläre und pseudoradikuläre Syndrome. Inkomplette Paraplegien sind mit 8,2 % nicht so selten, wie meist angenommen wird. In bestimmten Wirbelsäulenabschnitten ist die Spondylitis infectiosa besonders oft anzutreffen (Th7/8, Th9/10, L3/4 und L4/5). Das Verteilungsmuster der Lähmungen entspricht nicht der Häufigkeit der Spondylitis in den einzelnen Wirbelsäulensegmenten. Radikuläre Syndrome sind an der…