Neonatale Hyperthyreose bei nicht diagnostiziertem Morbus Basedow der Mutter: Probleme der Diagnostik und Therapie anhand einer Kasuistik
C. Krüger, H. G. Dörr, W. Becker, F. Wolf, D. Harms · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1994 · Heft 40 · S. 1346-1350
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Bei einem männlichen Frühgeborenen (34. Schwangerschaftswoche, 2130 g) mit Ikterus (Gesamtbilirubin 7,4 mg/dl), Hepatosplenomegalie, Thrombozytopenie (82 000/µl) und erhöhtem C-reaktivem Protein (1,2 mg/dl) bestand der Verdacht auf eine Sepsis. Ein Erregernachweis gelang nicht. Beim ersten Besuch der Mutter am Ende der 2. Lebenswoche fiel bei ihr eine ausgeprägte hyperthyreote Symptomatik auf. In Kenntnis ihrer Symptome sprachen jetzt auch beim Kind aufgetretene Befunde (mangelnde Gewichtszunahme, Tachykardie, Exophthalmus) für eine Hyperthyreose. Bei Mutter und Kind konnten deutlich erhöhte TSH-…