Antidigoxin-Fab-Fragmente bei suizidaler Digoxin-Intoxikation: Erfolgreiche Behandlung von rezidivierendem Kammerflimmern
P. Weller, U. Peters, H. A. Dickmanns, T. H. Hespe, M. Adam, B. Allolio, A. Smolarz, B. Grabensee · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1983 · Heft 38 · S. 1437-1440
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Eine 49jährige Patientin, die in suizidaler Absicht etwa 12,5 mg Digoxin eingenommen hatte und schwere toxische Rhythmusstörungen bis zu rezidivierendem Kammerflimmern aufwies, wurde mit Schaf-Antidigoxin-Fab in einer Dosis von 480 mg als Infusion behandelt. Die Konzentration des freien Digoxins im Serum fiel innerhalb einer halben Stunde auf Null bei gleichzeitigem Anstieg des gesamten Digoxins von 13 µg/l auf maximal 176 µg/l nach 2 Stunden. Zugleich kam es zu einer markanten Besserung des klinischen Zustandes mit Rückkehr zu stabilem Sinusrhythmus. Die Fab-Verabreichung wurde ohne Nebenwirkung…