Ereignis-korrelierte Potentiale und „Cerebellares kognitiv-affektives Syndrom“
M Adamaszek, A Hamm, C Willert · Klinische Neurophysiologie · 2004 · Heft 08
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Fragestellung: Dem Kleinhirn wird allgemein als wesentliche Funktion die Bewegungskoordinierung zugeschrieben, demgegenüber gibt es klinische Hinweise für zusätzliche höhere zerebellare Funktionen wie u.a. der Affektmodulation. Fallbeschreibung: Ein 63-jähriger Patient wurde aufgrund eines rechtsseitigen kardioembolischen Kleinhirninfarktes in der Greifswalder Stroke Unit aufgenommen. Neben einer Hemiataxie rechts bestanden schwere Defizite in Gedächtnisbereichen, Raumorientierung, verbaler Assoziationsleistungen und Exekutivfunktionen. Affektiv war der Patient distanzgemindert und impulskontrollgestört. Nach in…