„Eine merkwürdige Methode zur Verhinderung der Onanie”
Marion A. Hulverscheidt · Zeitschrift für Sexualforschung · 2005 · Heft 03 · S. 215-242
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Übersicht: Im Zentrum dieses Beitrags steht die Geschichte der Genitalverstümmelung von Frauen im deutschsprachigen Raum. Herangezogen werden von der Autorin dazu Fallberichte, die im 19. Jahrhundert in medizinischen Zeitschriften publiziert wurden, und es werden die Diskurse über Sexualität und Weiblichkeit rekonstruiert, die zu den genitalverstümmelnden Praktiken beigetragen haben. Die Annahme, Masturbation sei eine Krankheit oder könne zu Geisteskrankheiten führen, hatte ebenso wie die Reflextheorie, der zufolge periphere Störungen im Körper nervöse Krankheiten erzeugen, Einfluss auf die Praxis der Klitoridek…